Der britische Wirtschaftshistoriker Adam Tooze wurde kürzlich US-Staatsbürger – dennoch bezeichnete er den Tag selbst als „beschämend“. Er bleibt politisch scharf und kritisch.
Europäer und Trump: „Wehleidiges Selbstmitleid“
In dem ZEIT-Krisenpodcast bemängelt er, dass viele Europäer im Umgang mit Trump zu sensibel seien. Europa zeige ein „wehleidiges Selbstmitleid“ – anstatt die USA als strategischen Part zu verstehen.
Kein autoritäres Amerika – aber auch kein China-Hoffnungsträger
Tooze betont: Trotz Trumps Rückkehr in ein unruhiges Washington sieht er keine Bewegung in Richtung autoritärem System. China sei nicht das bessere Modell, sondern ein anderes Machtmodell – anders, aber nicht zwingend vorzuziehen.
Ein markanter Gedanke: Trump als Teil eines „Retrofuturismus“ – Rückgriff auf frühere Wirtschaftsvisionen, kein Ende der Geschichte.
Warum das relevant ist
Tooze warnt Europa: Emotional-soziale Reaktionen genügen nicht. Es brauche strategische Analysekraft, um sicher durch geopolitische Spannungen zu navigieren. Das bedeutet: Klarheit statt Überreaktion.
Mehr Klarheit, weniger Selbstmitleid
Adam Tooze fordert: Weg mit der europäischen Sensibilität! Wer handlungsfähig bleiben will, muss Trump analysieren, nicht verurteilen. Trump mag polarisieren – aber er ist kein autoritärer Umsturz. Europa braucht nüchterne Strategien, keine Emotionen.
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