Meeresschutz Deutschland: Warum Grundschleppnetzfischerei endlich verboten werden muss

Deutschland rühmt sich mit Meeresschutzgebieten. Doch in vielen Gebieten wie der Doggerbank und im Wattenmeer wird weiterhin mit Grundschlepp-netzentechnik gefischt – ohne effektiven Schutz für Meeresböden und Biodiversität. Der Spiegel stellt klar: Gerade die zerstörerische Fischerei verhindert echte Erholung der Meere.

Was ist das Problem?

Die Grundschleppnetzfischerei zerstört empfindliche Ökosysteme am Meeresboden. Sie reißt Muschelbänke, Seegraswiesen und Korallenbetten heraus und setzt dabei tonnenweise CO₂ frei. Laut WWF erfolgt in Deutschlands Schutzgebieten fast 76 % der Fänge durch Schleppnetze – oft legal, aber fatal für die Natur.

Klagen und Forderungen

Umweltverbände wie BUND, DUH und Greenpeace fordern längst ein Verbot. Sie haben EU-Kommission und Gerichte eingeschaltet. Die Deutsche Umwelthilfe nennt die Praxis in der Ostsee sogar rechtswidrig, solange keine Verträglichkeitsprüfungen vorliegen.

Internationale Unterstützung

Der EU-Gerichtshof bestätigte Anfang Mai 2025 das Verbot von Grundschleppnetzfischerei in mehreren europäischen Schutzgebieten – darunter auch deutsche Natura‑2000-Zonen wie Doggerbank und Sylt Riffgrund. Bisherige Klagen eines deutschen Fischerei­verbands wurden abgewiesen.

Auswirkungen und Zukunft

  • Erholung der Meere: Nur fischereifreie Zonen ermöglichen die Wiederherstellung sensibler Lebensräume.
  • CO₂-Speicher: Intakte Meeresböden binden Kohlenstoff – und machen Klima- und Meerespolitik schlauer.
  • Flächensicherung: Deutschland muss EU-Vorgaben ernst nehmen – symbolische Maßnahmen reichen nicht.

Deutschland zeigt sich beim Meeresschutz ambitioniert – doch die Realität sieht anders aus. Solange Grundschleppnetze erlaubt bleiben, werden Schutzgebiete zur Farce. Klare gesetzliche Verbote sind überfällig, damit Meeresschutz auch wirklich funktioniert.

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